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Die Entwicklung der Infotainmentsysteme des VW Golfs


Wenn Sie sehen wollen, wie weit Autos im Laufe der Jahre aus technologischer Sicht gekommen sind, sind In-Car-Audio-Systeme präzise Indikatoren.

Ein genauer Blick auf die Infotainmentsysteme welche in den sieben Generationen des Modells eingesetzt werden, zeigt, wie der Golf mit der Zeit Schritt gehalten hat. Los geht’s.

VW Golf Mk1 (1974-1983): das Aufkommen der Radiokassette

Als 1974 der VW Golf der ersten Generation auf den Markt kam, bekamen die Käufer das spartanische Radio „Braunschweig“. Es hatte nur einen Drehknopf auf der linken Seite für Leistung und Lautstärke, einen auf der rechten Seite, um den Sender auszuwählen, und drei Tasten dazwischen – eine für Mittelwelle und zwei für UKW. Das war alles.

Doch schon bald darauf wurde das Sortiment umfangreicher, als VW das Kassettenradio „Ingolstadt Stereo CR“ einführte, das Fahrer und Beifahrer mehr Kontrolle über das, was über die Lautsprecher herauskam, gab.

VW Golf Mk2 (1983-1992): Die Dinge werden langsam digital

Der Golf der zweiten Generation, der 1983 auf den Markt kam, spiegelte die technologische Entwicklung wider, da er mit dem „gamma“ Radio kam, das die Radiofrequenz auf einem LCD-Bildschirm zeigte.

Die 4×7-Watt-Stereoanlage bot auch Funktionen wie die Dolby-Taste zur Rauschunterdrückung in Kassetten sowie ein codegeschütztes Radio.

VW Golf Mk3 (1991-1998): subtile Entwicklung

Bis 1991, als der Golf der dritten Generation debütierte, war die Kassette noch sehr beliebt, so dass sie zum Standard wurde. Was das Radio betrifft, so wurden neue Funktionen wie die automatische Sendersuche und Verkehrsdurchsagen auf dem „alpha“-Radiokassettenspieler eingeführt.

VW Golf Mk4 (1997-2003): der Aufstieg des CD-Players und größerer Displays

1997 begann die Kassette im Golf Mk4 durch die CD Konkurrenz zu bekommen. Das Radio „gamma“ verfügte erstmals über einen CD-Wechsler-Anschluss, auch wenn es noch mit einem Kassettenlaufwerk ausgestattet war. Da sich der CD-Wechsler jedoch im Kofferraum befand, war es besser, ihn vor einer langen Fahrt vollständig zu laden.

Gleichzeitig begann die Einführung von Doppel-DIN-Geräten mit dem Multifunktions-Display (MFD), das ein größeres Display und farbige Navigationskarten ermöglichte.

VW Golf Mk5 (2003-2009): die kurzlebige Herrschaft der CD

Im Jahr 2003 kam der Golf der fünften Generation nur noch mit Doppel-DIN-Geräten – der „RCD 300“ mit CD-Laufwerk ist ein gutes Beispiel. Kassetten gehörten der Vergangenheit an, da CDs immer beliebter wurden.

Der Golf Mk5 blieb der wachsenden Dominanz des Mobiltelefons jedoch nicht gleichgültig gegenüber. Das Radio-Navigationssystem „MFD2“ blickte in die Zukunft und bot die Möglichkeit, einen digitalen MP3-Player anzuschließen.

VW Golf Mk6 (2008-2013): das Multimedia-System wird zum Mainstream

Im Jahr 2008 kam der neue Golf Mk6 mit dem neuen „RNS 510“ mit Touchscreen und DVD-Laufwerk für das Navigationssystem – und nicht nur das. Es handelte sich um ein echtes Multimedia-System mit USB-Anschluss, digitalem Audioempfang (DAB), dynamischer Navigation und 30 GB Festplatte.

Es ist zwar richtig, dass die meisten dieser Funktionen auch im Mk5 gegen Ende seines Lebenszyklus als Teil des optionalen RNS 500-Systems angeboten wurden, aber im Mk6 wurden sie zum Mainstream.

VW Golf Mk7 (2012-Gegenwart): vollständige Konnektivität im digitalen Zeitalter

Mit der Einführung des Golf der siebten Generation im Jahr 2012 machte Volkswagen einen großen Sprung nach vorne bei Infotainmentsystemen. Das Discover Media System wurde unter anderem mit 3D-Kartendarstellung, Bluetooth und einem WLAN-Hotspot angeboten.

Das System verfügt außerdem über Sprachsteuerung und Näherungssensoren für eine bessere Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Das 2016er Facelift hat vieles weiterentwickelt mit der Einführung der neuesten Generation von modularen Infotainmentsystemen. So verfügt beispielsweise der verglaste Discover Pro über eine Gestensteuerung (eine Premiere in der Kompaktklasse) und lässt analoge Tasten verschwinden. Darüber hinaus ist die optionale digitale Instrumententafel „Active Info Display“ ein Signal für weitere Entwicklungen.

 

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